Das Afrikamuseum in Tervuren geht auf die Weltausstellung 1897 in Brüssel zurück. Heute versteht sich das Königliche Museum für Zentralafrika (KMZA) als Ort der Forschung und Vermittlung. Mit dem zeitgemässen Anspruch wandelte sich das Erscheinungsbild des Museums. Anteil daran haben auch die fortschrittlichen Produkte der Jansen AG aus Oberriet.
1897 fand unter König Leopold II. die Weltausstellung in Brüssel statt. Neben der Hauptschau richtete der König zusätzlich in Tervuren eine 96 Hektar grosse Kolonialausstellung zum Freistaat Kongo aus. Nach der Weltausstellung liess der König für die afrikanischen Exponate ein dauerhaftes Gebäude errichten. Eingeweiht wurde der von Architekt Charles Girault erstellte Jugendstil-Palast 1910. Unterdessen aber war das Museum in allen denkbaren Aspekten veraltet. Die Infrastruktur des Gebäudes entsprach ebenso wenig einem modernen Museum wie sein Inhalt einem zeitgemässen Bild von Afrika.
Blick auf die Geschichte
Nach einer fünfjährigen Umbau- und Neugestaltungsphase dient das Afrikamuseum heute als Zentrum für Wissensgewinn und -vermittlung. Stéphane Beel Architects griffen in ihrem Entwurf für das „neue“ Museum auf den ursprünglichen Masterplan von Girault zurück. Den denkmalgeschützten Kolonialpalast stellten sie komplett frei, kontrastierten ihn jedoch mit einem sehr modernen Gebäude. Angelehnt an den Originalentwurf wurde der alte Bau umfassend restauriert und umgestaltet. Unter anderem erhielt die beinahe sechs Meter hohe Fassade hinter der bestehenden Verglasung eine Doppelglaswand, um den thermischen und akustischen Komfort in den Hallen und Galerien zu verbessern. Dazu verwendete man Janisol Primo Profile. Innen wurde die Galerien abschnittsweise durch Glaseinbauten mit VISS Fire (EI60) und Janisol 2-Profilen (EI30) unterteilt. Sie optimieren den Brandschutz und das Klima der Räume.
Neuer Zugang
Mit dem Umbau wurde die öffentliche Fläche des Museums beinahe verdoppelt und mit modernster Technik ausgestattet. Der neue Eingangspavillon besteht aus einer Stahlkonstruktion mit Maximalverglasung; er stimmt die Gäste sofort auf eine transparente Museumsphilosophie ein. Dank der gläsernen VISS Fassade kann man vom hier aus den französischen Garten sowie das imposante Hauptgebäude einsehen. Janisol Hebeschiebetüren ermöglichen, den Bau zum Park hin zu öffnen. Den Dialog zwischen Alt und Neu würdigt auch der neue Zugang: Unterirdisch geht es vom Pavillon ins Hauptgebäude und in die neue Dauerausstellung.
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BAUTAFEL
Bauherr:
Regie der Gebouwen
Architekten:
Stéphane Beel architecten, Gent; Origin, Brüssel
Jansen Partner:
Kloeckner Metals Belgium NV, Antwerpen
Fensterhersteller:
Lootens, Deinze und ZNR, Zuid-Nederlandse Ramenfabriek, Rucphen
Stahlprofilsysteme:
Janisol Hebeschiebetüren in VISS Fassade, Janisol Primo
Text: Conzept-B / Nicola Schröder
Fotos: Tim Fisher, Antwerpen