Abseits des Dorfes Rybí und ohne direkter Nachbarschaft liegt der Bauplatz in der Region Mährisch-Schlesien und wird durch den Rand der Zufahrtsstrasse, den örtlichen Bach und die Einfriedung der Nachbargrundstücke begrenzt. Hier hat Studio Klar den Wunsch nach einem nachhaltigen Haus erfüllt und ein Zuhause mit besonderen Blickachsen realisiert.
Wunsch
Die Bauherren wünschten sich ein Haus für eine vierköpfige Familie und eine separate Wohnung für ihre Grosseltern. Sie wünschten sich ein nachhaltiges Haus aus Holz, das einfach zu bauen und kostengünstig zu betreiben ist. Ausserdem wollten sie das Haus zumindest teilweise selbst bauen können. Umgeben von grünen Wiese und kaum Nachbargebäuden, fehlten Anhaltspunkte, um die Frage nach der Gestaltung des Gebäudes zu beantworten. Zwei Kataloghäuser mit Satteldächern stehen in der Nähe, der Rest des Dorfes ist eine Mischung aus freistehenden Einfamilienhäusern aus verschiedenen Epochen.Nach Abwägung des begrenzten Budgets, der Anforderungen des Programms und Studio Klar schliesslich für einen rationalen Ansatz mit sich wiederholenden Strukturelementen.
Umsetzung
Hierfür wurden zwei längliche Baukörper mit geneigten Dächern in einem Winkel miteinander verbunden und an den Rand der bebaubaren Fläche gesetzt, die durch die Rücksprünge definiert ist. Auf den ersten Blick kann diese Form an die für die Beskiden typischen kleinen eingeschossigen Häuser mit Satteldach erinnern. Die Lösung mit zwei Flügeln funktioniert gut, um das Einfamilienhaus und die zukünftige Einliegerwohnung zu trennen. Im Inneren des Winkels entsteht ein nach Süden ausgerichteter privater Innenhof, der von Norden her geschützt ist und einen Blick auf den nahe gelegenen Wald bietet. Eine breite Terrasse, die sich über die gesamte Länge des Hauses erstreckt und durch den Dachüberstand beschattet wird, verbindet das Haus mit dem Hof und bietet endlose Möglichkeiten zum Sitzen, Entspannen und Beobachten der Umgebung. Ausgewachsene Bäume, die um den Bach herum wachsen, spenden Schatten vor der heissen Sommersonne, aber ihre kahlen Äste lassen genug Sonnenlicht herein, um das Haus im Winter zu erreichen.
Raumprogramm
Die beiden Flügel kreuzen sich im Vestibül, von wo aus man einen guten Überblick über die beiden Flügel, den Hof und die Terrasse hat, die als metaphorischer Eingangswegweiser dient. Vom Vestibül aus führt auf der einen Seite eine Tür in den Hauptwohnbereich, während auf der anderen Seite ein Korridor in die Einliegerwohnung führt. Der Korridor führt an der Ostseite des Wohnhauses entlang und bietet Zugang zum Technikraum, zum kleineren Badezimmer und zum Schlafzimmer der Grosseltern. Er verbindet diesen Flügel auch mit der Terrasse. Wenn man den Familienflügel vom Vestibül aus betritt, gelangt man in einen offenen Wohnbereich mit doppelter Höhe, in dem man essen und kochen kann. Hier und überall im Haus wurde Wert darauf gelegt, genügend Ausblicke nach innen und aussen zu gewähren. Vom Kochbereich aus blickt ein horizontales Fensterband auf den Eingangsbereich, während ein breiter Fensterplatz im Wohnbereich den Blick in die Landschaft freigibt. Ein Korridor verbindet den Wohnbereich mit dem privaten Bereich, der aus dem Kinderzimmer, dem Hauptbad und dem Hauptschlafzimmer besteht. Der offene Wohnbereich und die Schlafzimmer haben alle einen direkten Zugang zur Terrasse.
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