Fingerprint war gestern – Schlüssel sogar vorgestern. Die Handflächen-Venenbiometrie (HVB) der Firma Frank Türen präsentiert und revolutioniert die Technologie der Zutrittskontrolle.
Basierend auf dem individuellen, unveränderlichen Venenmuster der Handinnenflächen erfolgt die Identitätserkennung hier per Infrarot-Scanner samt Weitwinkelkamera. Ab dem 4. Lebensjahr bis hin ins hohe Alter erkennt der Scanner zutrittsberechtigte Personen, deren biometrische Daten zuvor als verschlüsselte Zahlencodes abgespeichert werden. Erstmals wurde dieses biometrische System 2005 am Markt eingeführt und sechs Jahre später in kombinierter Verwendung mit Türschliessanlagen vorgestellt. Eine Lösung, die sich das Familienunternehmen als Spezialist für Sicherheits- und Spezialtüren patentieren liess. Nicht nur für Neubauprojekte eröffnet sich hier eine neue Art der Sicherheitskontrolle, auch an die bestehende Haustechnik oder das Gebäudeleitsystem kann die neuartige Zutrittskontrolle problemlos angeschlossen werden.
Die Umrüstung vor Ort bedarf maximal einen Tag Arbeit und garantiert eine beinahe wartungsfreie Technologie. Selbst nach Stromausfällen fährt sich das System automatisch hoch und kann sofort wieder in Betrieb genommen werden, wobei einzelne Türen meist zusätzlich ein klassisches Zylinderschloss erhalten. Für den seltenen Fall einer Wartung hat Frank Türen vorsorglich die Partnerfirma Venetric GmbH für die spezifischen Installations- und Servicearbeiten ins Leben gerufen. Gleichzeitig wird zusätzlich mit ausgewählten, lokalen Elektrikern zusammengearbeitet, um einen reibungslosen Betrieb der Anlagen und rasche Hilfe bei Kundenfragen zu gewährleisten. Ein Schachzug, um der grössten Herausforderung, der fehlenden Bekanntheit und somit Akzeptanz des Systems im breiten Publikum, entgegenzusteuern. Mittlerweile verbucht das Unternehmen etwa 20 Projekte pro Jahr, bei denen Passwörter und Schlüssel ersetzt werden. Berechtigt, denn in Punkto Sicherheit, Beständigkeit als auch Hygiene stellt der 2x2x1,5 cm grosse HVB-Scanner seinen Vorgänger, den Fingerprint, in den Schatten. Kleine, äusserliche Verletzungen der Handfläche spielen keine Rolle mehr, Temperaturen und Verschmutzungen der Hand sind nun unbedeutend und die berührungslose Bedienung gewährleistet obendrein höchste Hygienestandards.
Vor allem in Spitälern und Arztpraxen ist letzteres von höchster Priorität. Zudem erweist sich die uneingeschränkte Nutzerzahl und einfache Handhabung der Technologie im Wohnbereich ganzer Mehrfamilienhäuser für die Bedienung und Verwaltung von Türanlagen, Briefkästen und Garagen mehr als nützlich. Den grossen Durchbruch erlangte Frank Türen 2014 mit dem Anerkennungspreis der Industrie- und Handelskammer der Zentralschweiz. Zudem hält die Firma ein weltweites Patent auf hölzerne Brandschutztüren mit integriertem Venenscanner. Die Struktur des Familienunternehmens mit eigener Entwicklungsabteilung ermöglicht dessen ersichtlichen schnellen Fortschritt und effiziente Forschung. Nach dem „Trial and Error“-Prinzip wird ununterbrochen getestet, wofür seit Jahren jeder Prototyp direkt in den eigenen Gebäuden im Hause Frank eingebaut wird.